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Mein Senf zur Killerspiel-Diskussion

"Killerspiele"- Medien zwischen Unkenntnis und Populismus

Vor einigen Tagen wurde das ganze Land Zeuge eines tragischen Vorfalls in Emsdetten.
Gemeint ist natürlich der Amoklauf eines früheren Schülers in der Geschwister-Scholl-Schule
Emsdetten. Doch anders als 2002 haben die Medien sich dieses Mal offenbar mit übertriebener Berichterstattung zum Thema zurückgehalten.
Aber sind die Haltungen wirklich so anders als vor 4 Jahren? Nein!
In der heute-Sendung des ZDF wird in gewohnt reißerischer Manier
Bilder des Ego-Shooters "Doom 3" und "Counter-Strike" gezeigt, gefolgt von einem Kommentar eines Psychologen, der aufgrund seiner Studien ein Verbot befürwortet. Kommentare von Gegnern des Verbots kommen nur ganz am Rande zum Ausdruck. Immerhin jedoch hält man sich mit Kommentaren, wie:
"In Counter-Strike muss auf wehrlose Rentner geschossen, um Extrapunkte zu erhalten" zurück.
(Tatsache ist: In Counter-Strike wird das Schießen auf Geiseln o. Ä. NICHT mit Extrapunkten belohnt, sondern durch Punktabzug BESTRAFT). Aber all diese hohlen Phrasen kannten wir ja schon aus der ZDF-Berichterstattung in Frontal 21 und im Kulturmagazin aspekte. Wie sieht aber die Bericht-
erstattung beim öffentlich-rechtlichen Konkurrenten ARD aus? Dieser hatte sich mit unsachlichen Kommentaren in der Vergangenheit größtenteils zurückgehalten. Und auch in den Tagesthemen scheint auf den ersten Blick die Neutralität weitesgehend gewahrt zu bleiben.Auf den zweiten Blick jedoch wird deutlich, dass hier dem unbedarften Zuschauer ein völlig falsches Bild vorgegaukelt wird.
Auch in den Tagesthemen werden Argumente von Kritikern des Verbotes ebenfalls nur mangelhaft gezeigt. Besonders deutlich wird dies bei der Einblendung eines Gamestar-Redakteurs, der Argumente gegen das
Verbot vorbringt. Diese Einblendung hat insgesamt maximal 10 Sekunden gedauert und bleibt die nahezu einzigste kritische Stimme des Beitrags. Bei den Befürwortern ( Politiker, Psychologen etc.) lässt man
sich dagegen merkwürdigerweise viel mehr Zeit. Der abschließende Kommentar eines Mitarbeiters des SF,
der minutenlang über die gewaltige Steigerung des Gewaltpotenzials durch "Killerspiele" fabuliert,
wirft ebenfalls kein gutes Licht auf die ARD. Die Unkenntnis des Kommentators ist offensichtlich, er formuliert Sätze, in denen er eine Indizierung mit einem Verkaufsverbot gleichsetzt (tatsächlich
beinhaltet eine Indizierung nur ein Verkaufsverbot für Kinder und Jugendliche und ein Werbeverbot).
Auch sein Kommentar zum "Scheitern" der FSK bei Computerspielen ist höchst peinlich für die ARD
(die FSK ist für Computerspiele nicht zuständig, Computerspiele fallen in den Zuständigkeitsbereich der USK).

Natürlich lässt sich die Politik auch nicht lumpen und kritisiert fleißig abwechselnd USK, BPjM und die Lehrer des Schülers. An vorderster Front steht natürlich der bayrische Vorzeige-Populist
Edmund Stoiber.Er fordert gewohnt plakativ, dass "Killerspiele in Deutschland verboten gehören".
Ist das wirklich derselbe Politiker, der einen Irakeinsatz der Bundeswehr befürwortete, bei dem die dt. Soldaten nicht nur Pixelblut sondern ganz REALES Blut vergossen hätten?
Aber nicht nur er, sondern auch Politiker wie Uwe Schünemann und Dieter Wiefelspütz fordern ein Verbot. Es ist wirklich sehr verwunderlich, dass die Politik in den letzten Jahrzehnten um keinen Deut klüger geworden ist. Auf alles Neue wird eingedroschen, in den 60ger-Jahren hat der Rock ´n Roll die Jugend verdorben, in den 80gern und 90gern waren Videos die zu bekämpfende Gefahr. All diese Behauptungen haben sich im Nachhinein zum größten Teil als falsch erwiesen und ich bin der festen Überzeugung, dass es sich mit den Killerspielen ähnlich verhalten wird. In einigen Foren wird heute gar der Begriff der "modernen Hexenjagd" auf diese Zensurpolitik angewendet. Ein nicht ganz unberechtigter Vergleich wie ich finde. Damals wie heute wird auf , größtenteils stimm- und meinungslose, Menschen eingeprügelt. Früher haben "Hexen" Brunnen vergiftet, heute ist jeder Computerspiel-Spieler ein potenzieller Amokläufer. Meine inständige Hoffnung ist es, dass diese
pauschale Kriminalisierung des eSports endlich aufhört. Mein Appell an diejenigen, die das hier lesen ist, ihre Haltung nocheinmal gründlich zu überdenken!






22.11.06 18:48


Verwechslungsgefahr

Die Bilder hab ich in nem Anfall geistiger Umnachtung zusammengestellt ...
(bitte nicht so hart sein )


 


Falls jemand auf die idiotische Idee kommen sollte, diese Bilder auf seiner Page zu benutzen, bitte mit Link auf diesen Blog, Thx!
22.11.06 19:03


wöchentliches Zitat

Ich hab mich entschieden, jede Woche eines meiner Lieblingszitate hier zu veröffentlichen. Los geht´s

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, gib ihm Macht. - A. Lincoln

22.11.06 19:13


Mein Senf zur Patriotismus-Debatte

Patriotismus- Fluch oder Segen?

Jeder, der das Wort Patriotismus hört, hat wohl noch die Bilder des letzten Sommers vor Augen. Das ganze Land war ein einziges Fahnenmeer, die Politik war voll des Lobes über diesen neuen, "gesunden" Patriotismus. Selbst ich war versucht, irgendwo eine Fahne anzubringen. Und das alles nur wegen 11 Hanseln, die einem Ball nachrennen?

Ob diese Form des Patriotismus nur ein "Trend" ist, oder überlebt, wird die Zeit zeigen. Aber ist dieser Patriotismus, ob Trend oder nicht, nun wirklich so gut, wie das ganze Land meint, oder ist es nicht höchst primitiv, auf sein Land stolz zu sein, rein nach dem Motto: "Ich habe nichts, auf das ich stolz sein kann, aber ich bin stolz auf mein Land!" Sind diese Menschen, die sich voll Stolz "wahre Patrioten" nennen nicht das, was sie auf keine Fall sein wollen, nämlich Nationalisten? Die Grenzen zwischen Patriotismus und Nationalismus sind leider immernoch fließend.

Im Zusammenhang mit dieser Diskussion wird oft erwähnt, dass es doch so viel gäbe, auf das man als Deutscher stolz sein könnte. Deutschland sei doch immer das Land der Dichter und Denker gewesen, man müsse nur auf Schriftsteller wie Goethe, Schiller und Brecht oder weltbekannte Philosophen wie Nietzsche, Kant und Schopenhauer schauen. Aber ich habe mit diesen Personen genausowenig zu tun, wie mit einem ebenso weltbekannten Arschloch aus Braunau, auch wenn Schiller oder Kant Großes geleistet haben. Wäre es nicht die logische Konsequenz, mich an den Verbrechen der Nazi-Zeit mitschuldig zu fühlen, wenn ich auf Personen stolz bin, die VOR meiner Zeit Dinge geleistet haben?

Ich bin der festen Überzeugung,  dass ich nur auf EIGENE SELBSTERBRACHTE Leistungen stolz sein kann.. Welchen Anteil aber habe ich nun an diesem glücklichen Zufall, hier geboren zu sein und nicht in einem 3-Welt-Staat, in dem Armut und Korruption zum Alltag gehören?

Meine Hoffnung ist es, die Leute, die beim nächsten Länderspiel fahnenschwingend Deutschland- Deutschland rufen, vielleicht etwas zum Nachdenken zu animieren. 

 

23.11.06 13:57


Mein Senf zu wikipedia

Mit Wikipedia ist ein Meilenstein in der Geschichte des Internets geschaffen worden. Doch aus großem Potenzial resultiert auch große Verantwortung. Das Prinzip ist denkbar einfach: Jeder registrierte User darf Beiträge verfassen oder editieren. Wer über wikipedia diskutiert, landet zwangsläufig bei der Frage, ob diese "Liberalisierung des Wissens" sinnvoll ist oder nicht?

Tatsächlich ist die Gefahr von Rufmord, Geschichtsklitterung oder sogar Lynchjustiz sehr groß. So werden schon einmal lästige Fakten über die eigene Person schlichtweg "vergessen" oder viel schlimmer andere Personen auf übelste Weise diffamiert. (so geschehen bei politischen Gegnern der Republikaner in den USA, Quelle ).

Es ist deswegen auch nicht unbegründet, dass an Universitäten wikipedia als Quelle nicht zulässig ist. Nicht, weil die Universitäten eher konservativ denn progressiv sind, sondern eben aufgrund dieser Gefahren. Es ist aber auch Fakt, dass die wiki-Gemeinde durch ihr offenes Prinzip über eine "Selbstreinigung" verfügt, die es erlaubt, verfälschte Beiträge zu korrigieren.Was aber, wenn diese Personen (zugegebenermaßen Stümper) nun dazugelernt haben und ihre Verdrehung der Fakten nun nicht mehr so offensichtlich gestalten?

Auf all diese Probleme gibt es im Moment keine wirklich befriedigende Antwort. Aus diesem Grund ist es zu empfehlen, die Angaben von wikipedia mit denen einer anderen Quelle abzugleichen

 

 

 

24.11.06 13:19


Mein Senf zur Demokratie

Die Demokratie am Ende?

Laut einem Spiegel-Bericht sind nur 55% der Deutschen mit dem Funktionieren unserer Demokratie zufrieden:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,446203,00.html
Ich halte diese Entwicklung für sehr bedenklich. Die Demokratie ist meiner Ansicht nach DER Pfeiler, auf dem unsere Gesellschaft ruht. Was wäre aber die Konsequenz, wenn das Volk diesen Pfeiler nicht mehr stützt? Anarchie? Oder würde sich, wie so oft in der Geschichte, irgendein Kleingeist zum Despoten aufschwingen? Kein Mensch, der bei Verstand ist, kann das wollen.

Trotzdem scheint die Demokratie im Moment einen schweren Stand zu haben- nicht verwunderlich bei immer neuen Horrorzahlen aus der Wirtschaft. Dazu kommt die oft viel zu überzogene Kritik von einzelnen Interessenverbänden oder der Opposition, die das Land noch schlechter reden, als es wirklich dasteht. Tatsache ist aber auch, dass Deutschland, neutral betrachtet, in einer Krise steckt. Woran aber liegt das? An der Wiedervereinigung mit der von der SED-Führung kaputtregierten, bankrotten DDR? Oder ist es schlicht die Unfähigkeit unserer Politik? All dies mag eine Rolle spielen. Entscheidend aber ist ein Fehler im System. Dadurch, dass nahezu ständig Landtagswahlen anstehen, werden unpopuläre Entscheidungen vom Wähler sofort abgestraft. Es ist aber gerade jetzt notwendig, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Wie soll das aber von statten gehen, wenn jede dieser Entscheidungen den politischen Selbstmord bedeuten würde? Das alles mag banal klingen. wäre aber dieser Umstand beseitigt, wäre schon einiges erreicht. Ein weiterer Punkt ist die Blockadepolitik, die schon seit langer Zeit im Bundesrat praktiziert wird. Während der Regierung Schröder wurden vom Bundestag mehr als 400 Gesetze verabschiedet. 100 davon wurden im Bundesrat blockiert, darunter einige maßgebliche. Gute Regierungsarbeit wird damit unmöglich. Ich plädiere daher für die Abschaffung des Bundesrates nachdem die Kompetenzen für die Länder im Gegenzug vergrößert  wurden.  Es ist m. A. nach sowieso unverständlich, wieso die Länder an des Bundes mitwirken dürfen. Dies stellt weltweit einen Einzelfall dar.

Vor diesem Hintergrund ist es garnicht mehr so verwunderlich, dass viele Menschen nicht mehr an die Demokratie glauben. Allerdings müssen sich diese auch die Frage gefallen lassen, was denn die Alternative wäre. Schon Churchill sagte: "Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen- aber wir haben keine andere."

Der Kommunismus in Idealform wäre wohl die optimale Lösung. Es genügt allerdings ein Blick nach Nordkorea, um zu erkennen, dass dieser als Staatsform utopisch ist. Der Mensch ist einfach zu egoistisch, um seine erwirtschafteten Güter "dem Kollektiv" zu geben, auch wenn dies noch so wünschenswert wäre und wenn alle Menschen gleich wären, gäbe es immernoch Menschen die "gleicher" wären- beispielsweise durch ihr Talent, Menschenmassen mitzureißen.

Besonders Jugendliche negieren mit viel Idealismus jede Regierung um für die Anarchie zu argumentieren. Kaum einer dieser Menschen ist sich aber im Klaren, dass dies bedeuten würde, dass das Recht des Stärkeren gelten würde. Die Konsequenz daraus wäre, dass Schwache, Kranke oder Behinderte auf die Sozialleistungen des Staates verzichten müssten. Kein Mensch bei Verstand kann dies wirklich anstreben.

Die direkte Demokratie ist die meines Erachtens einzig wirkliche Alternative zur repräsentativen Demokratie. Allerdings ist sie wohl unmöglich zu realisieren. Das Problem liegt einzig und allein in der schieren Masse der Menschen. Um diese Form der Demokratie wirklich gerecht zu gestalten, müsste jeder Bürger Anträge einbringen können. Es erschließt sich auf den ersten Blick, dass das bei einer solchen Menge von Bürgern kaum zu verwirklichen ist. Es müsste also eine Differenzierung zwischen "wichtigen" und "unwichtigen" Anträgen geben. Wer kann dies entscheiden? Ein Antrag zur einheitlichen Preisvergabe beaber i Hühnereiern erscheint auf den ersten Blick absurd. Vielleicht aber würde gerade dieses Gesetz über das wirtschaftliche Überleben eines Bauern entscheiden

 

Auch die direkte Demokratie scheidet also als Alternative zur jetzigen Staatsform aus, womit nurnoch diktatorische Formen bleiben. Ich spare mir jetzt die Zeit, genau auszuführen, warum ich diese verabscheue, ich denke, jeder vernünftige Mensch weiß warum.

 

 

28.11.06 19:48


wöchentliches Zitat #2

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." von Benjamin Franklin

 

29.11.06 14:36





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