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Mein Senf zur Neid-Debatte oder das Märchen vom

Kaum ein Thema wird an westdeutschen Stammtischen so heiß diskutiert, wie der Solidaritätsbeitrag für Ostdeutschland. Dass sich an Stammtischen für gewöhnlich nicht gerade die geistige Elite versammelt hat, ist hinlänglich bekannt. Nun scheint aber auch die Politik auf den fahrenden Zug aufspringen zu wollen, wie die jüngsten Äußerungen von Edmund Stoiber und Günther Oettinger zeigen. ( E. Stoiber: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber."; G. Oettinger: "Die Linken und die Mutlosen im Osten dürfen nicht entscheiden, wie Deutschland regiert wird" ). Aber ist der "Soli" wirklich so unnötig? Tatsache ist, dass die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland auf konstant hohem Level stagniert und die Länder und Kommunen hoffnungslos überschuldet sind. Vor diesem Hintergrund kann es niemanden verwundern, dass es ein hohes Maß an Frustration gibt, weil die "blühenden Landschaften" von Helmut Kohl nunmal zum jetzigen Zeitpunkt utopisch sind. Westdeutsche Politiker müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie im Einheitsrausch die Lage nicht etwas zu rosig gesehen haben. Wie auch immer, es kann in niemandes Intresse liegen, dass fast die Hälfte von Deutschland in Armut versinkt. Wie aber sollen sich die ostdeutschen Länderfinanzen regenerieren, wenn sie nicht von anderen Staaten unterstüzt werden? Neid ist angesichts leerer Kassen und einer desolaten Beschäftigungslage in ostdeutschen Ländern völlig fehl am Platz. Vergessen wird dabei auch vor allem von bayrischen Stimmen, dass Bayern mehr als 35 Jahre vom Länderfinanzausgleich profitiert hat und anfangs kaum mehr als ein armer Bauernstaat war. Trotzdem wird die bayrische Wirtschaftspolitik hochgelobt. Ein weiterer Grund, warum die südlichen Bundesländer wirtschaftlich so weit vorne liegen, liegt bereits mehr als 40 Jahre zurück. Bayern und Baden-Württemberg lagen zum Großteil in der amerikanischen Besatzungszone. Von den Amerikanern wurde mehr als von jedem anderen der Besatzer Geld in ihre Besatzungszone investiert weswegen die Infrastruktur dort erheblich besser ausgeprägt ist. Daraus resultierte eine ökonomische Vormachstellung der südlichen Bundesländer. Diese Tatsachen entlarven die Doppelmoral derjenigen, die einen Stopp der Zahlungen nach Ostdeutschland fordern. Einerseits profitiert man jahrelang von Zahlungen, die andere Länder erwirtschaftet haben, andererseits fordert man, dass anderen Ländern dieses Vorrecht entzogen wird. Stolz auf die guten Wirtschaftszahlen ist ebenfalls völlig unsinnig, da die Rahmenbedingungen für das Wirtschaftswachstum in anderen Ländern völlig anders waren.

Noch ein Wort zur extrem hohen Zahl an Wählerstimmen für extremistische Parteien in Ostdeutschland. Diese Zahl kann niemand wegreden. Tatsache ist aber, dass diese Entwicklung nicht auf Ostdeutschland beschränkt ist, sondern in nahezu allen Staaten, die von einem totalitären Regime regiert wurden, vorhanden. Im Vergleich zu den anderen Staaten, die hinter dem Eisernen Vorhang waren, ist sie sogar vergleichsweise niedrig angesiedelt. Eine jahrzehntelange Indoktrinierung kann nunmal nicht in kaum mehr als einen Jahrzehnt weggewischt werden. DDR-Bürger wurden von dem einen auf den anderen Tag mit der Situtation konfrontiert, dass ihr "Staat" nicht mehr existierte. Viele suchten und suchen heute noch ihr Heil im Gegenpol zur ehemaligen Extrem-Linken-Regierung in extrem-rechten Parteien wie der NPD. Diese Entwicklung wird aber sicherlich nicht von Äußerungen, wie der von Stoiber oder Oettinger gestoppt, sondern deswegen meiner Ansicht nach sogar befeuert.

23.12.06 21:32


wöchentliches Zitat #4

Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren. Paul Ambroise Valèry
14.12.06 19:12


wöchentliches Zitat #3

"Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." A. Einstein
6.12.06 13:40


Mein Senf zu Atomwaffen

Atomwaffen sichern Frieden?

Zuerst einmal klingt es paradox, dass gerade (Atom-)Waffen Frieden sichern sollen. Blickt man allerdings einige Jahre zurück in die Zeit des kalten Krieges, so kann man annehmen, dass die Atomwaffen auf beiden Seiten zur Deeskalation des Konfliktes beigetragen haben. Doch dies ist ein Irrglaube.

Tatsächlich geht diese Argumentation davon aus, dass Menschen nur aufgrund von Vernunft und Verstand handeln. Dies ist aber oftmals nicht der Fall. Menschen bringen sich selbst um, um anderen Schaden zuzufügen. Wer kann also wirklich behaupten, dass Atomwaffen nicht eingesetzt würden, wenn dies die Auslöschung des jeweils eigenen Landes zur Folge hätte?

Ein Beispiel aus jüngster Zeit, zeigt, dass Atomwaffen Konflikte nicht verhindern, sondern sie teilweise sogar befeuern. Die Rede ist natürlich vom Kaschmirkonflikt. Obwohl es keine größeren Kriegshandlungen wie 1948, 1965 und 1971 mehr gibt, finden seit 1999 mmernoch kleinere Scharmützel zwischen den beiden Atomächten Indien und Pakistan statt. Die Atomwaffen scheinen dies nicht verhindert zu haben.

Auch die USA scheinen ihre Verteidigungspolitik geändert zu haben. Anstelle von neuen Atomwaffen wird jetzt auf das transatlantische (Deutschland, Italien, USA) Verteidungsprogramm MEADS gesetzt. Die Technologie ist im Moment noch nicht so ausgereift, als das von Sicherheit vor Nuklearschlägen gesprochen werden könnte. Ob dies jemals erreicht wird, ist fraglich. Tatsache ist aber, dass sich die Welt immer mehr in diese Richtung bewegt. Doch wenn Atomwaffen keinen Schaden anrichten können, sind sie auch in politischer Hinsicht unbrauchbar.

Aber auch ein ganz anderer Punkt ist beachtenswert. Wer kann eigentlich genau wissen, dass mit Nuklearwaffen schon das größtmögliche Potenzial an Zerstörungskraft ausgereizt wurde? Wir besitzen diese Waffen geradeinmal 60 Jahre, mit Blankwaffen wurde jahrhunderelang gekämpft. Dies erscheint uns heute lächerlich, aber vielleicht werden unsere Nachfahren genau das über Atomwaffen denken. Der Mensch war schon immer Vorreiter darin, immer noch schrecklichere Waffen zu entwickeln, frei nach der Maxime: "Wenn ich dir schlimmeren Schaden zufügen kann als du mir, wirst du mich nicht angreifen." Dieser perverse Wettstreit , immer noch schrecklichere Waffen zu entwickeln, hat in den Atomwaffen einen traurigen Höhepunkt erreicht. Wann werden wir endlich soweit sein, dass wir erkennen, dass Frieden ALLEN Menschen nützt?

5.12.06 23:06


wöchentliches Zitat #2

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." von Benjamin Franklin

 

29.11.06 14:36


Mein Senf zur Demokratie

Die Demokratie am Ende?

Laut einem Spiegel-Bericht sind nur 55% der Deutschen mit dem Funktionieren unserer Demokratie zufrieden:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,446203,00.html
Ich halte diese Entwicklung für sehr bedenklich. Die Demokratie ist meiner Ansicht nach DER Pfeiler, auf dem unsere Gesellschaft ruht. Was wäre aber die Konsequenz, wenn das Volk diesen Pfeiler nicht mehr stützt? Anarchie? Oder würde sich, wie so oft in der Geschichte, irgendein Kleingeist zum Despoten aufschwingen? Kein Mensch, der bei Verstand ist, kann das wollen.

Trotzdem scheint die Demokratie im Moment einen schweren Stand zu haben- nicht verwunderlich bei immer neuen Horrorzahlen aus der Wirtschaft. Dazu kommt die oft viel zu überzogene Kritik von einzelnen Interessenverbänden oder der Opposition, die das Land noch schlechter reden, als es wirklich dasteht. Tatsache ist aber auch, dass Deutschland, neutral betrachtet, in einer Krise steckt. Woran aber liegt das? An der Wiedervereinigung mit der von der SED-Führung kaputtregierten, bankrotten DDR? Oder ist es schlicht die Unfähigkeit unserer Politik? All dies mag eine Rolle spielen. Entscheidend aber ist ein Fehler im System. Dadurch, dass nahezu ständig Landtagswahlen anstehen, werden unpopuläre Entscheidungen vom Wähler sofort abgestraft. Es ist aber gerade jetzt notwendig, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Wie soll das aber von statten gehen, wenn jede dieser Entscheidungen den politischen Selbstmord bedeuten würde? Das alles mag banal klingen. wäre aber dieser Umstand beseitigt, wäre schon einiges erreicht. Ein weiterer Punkt ist die Blockadepolitik, die schon seit langer Zeit im Bundesrat praktiziert wird. Während der Regierung Schröder wurden vom Bundestag mehr als 400 Gesetze verabschiedet. 100 davon wurden im Bundesrat blockiert, darunter einige maßgebliche. Gute Regierungsarbeit wird damit unmöglich. Ich plädiere daher für die Abschaffung des Bundesrates nachdem die Kompetenzen für die Länder im Gegenzug vergrößert  wurden.  Es ist m. A. nach sowieso unverständlich, wieso die Länder an des Bundes mitwirken dürfen. Dies stellt weltweit einen Einzelfall dar.

Vor diesem Hintergrund ist es garnicht mehr so verwunderlich, dass viele Menschen nicht mehr an die Demokratie glauben. Allerdings müssen sich diese auch die Frage gefallen lassen, was denn die Alternative wäre. Schon Churchill sagte: "Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen- aber wir haben keine andere."

Der Kommunismus in Idealform wäre wohl die optimale Lösung. Es genügt allerdings ein Blick nach Nordkorea, um zu erkennen, dass dieser als Staatsform utopisch ist. Der Mensch ist einfach zu egoistisch, um seine erwirtschafteten Güter "dem Kollektiv" zu geben, auch wenn dies noch so wünschenswert wäre und wenn alle Menschen gleich wären, gäbe es immernoch Menschen die "gleicher" wären- beispielsweise durch ihr Talent, Menschenmassen mitzureißen.

Besonders Jugendliche negieren mit viel Idealismus jede Regierung um für die Anarchie zu argumentieren. Kaum einer dieser Menschen ist sich aber im Klaren, dass dies bedeuten würde, dass das Recht des Stärkeren gelten würde. Die Konsequenz daraus wäre, dass Schwache, Kranke oder Behinderte auf die Sozialleistungen des Staates verzichten müssten. Kein Mensch bei Verstand kann dies wirklich anstreben.

Die direkte Demokratie ist die meines Erachtens einzig wirkliche Alternative zur repräsentativen Demokratie. Allerdings ist sie wohl unmöglich zu realisieren. Das Problem liegt einzig und allein in der schieren Masse der Menschen. Um diese Form der Demokratie wirklich gerecht zu gestalten, müsste jeder Bürger Anträge einbringen können. Es erschließt sich auf den ersten Blick, dass das bei einer solchen Menge von Bürgern kaum zu verwirklichen ist. Es müsste also eine Differenzierung zwischen "wichtigen" und "unwichtigen" Anträgen geben. Wer kann dies entscheiden? Ein Antrag zur einheitlichen Preisvergabe beaber i Hühnereiern erscheint auf den ersten Blick absurd. Vielleicht aber würde gerade dieses Gesetz über das wirtschaftliche Überleben eines Bauern entscheiden

 

Auch die direkte Demokratie scheidet also als Alternative zur jetzigen Staatsform aus, womit nurnoch diktatorische Formen bleiben. Ich spare mir jetzt die Zeit, genau auszuführen, warum ich diese verabscheue, ich denke, jeder vernünftige Mensch weiß warum.

 

 

28.11.06 19:48


Mein Senf zu wikipedia

Mit Wikipedia ist ein Meilenstein in der Geschichte des Internets geschaffen worden. Doch aus großem Potenzial resultiert auch große Verantwortung. Das Prinzip ist denkbar einfach: Jeder registrierte User darf Beiträge verfassen oder editieren. Wer über wikipedia diskutiert, landet zwangsläufig bei der Frage, ob diese "Liberalisierung des Wissens" sinnvoll ist oder nicht?

Tatsächlich ist die Gefahr von Rufmord, Geschichtsklitterung oder sogar Lynchjustiz sehr groß. So werden schon einmal lästige Fakten über die eigene Person schlichtweg "vergessen" oder viel schlimmer andere Personen auf übelste Weise diffamiert. (so geschehen bei politischen Gegnern der Republikaner in den USA, Quelle ).

Es ist deswegen auch nicht unbegründet, dass an Universitäten wikipedia als Quelle nicht zulässig ist. Nicht, weil die Universitäten eher konservativ denn progressiv sind, sondern eben aufgrund dieser Gefahren. Es ist aber auch Fakt, dass die wiki-Gemeinde durch ihr offenes Prinzip über eine "Selbstreinigung" verfügt, die es erlaubt, verfälschte Beiträge zu korrigieren.Was aber, wenn diese Personen (zugegebenermaßen Stümper) nun dazugelernt haben und ihre Verdrehung der Fakten nun nicht mehr so offensichtlich gestalten?

Auf all diese Probleme gibt es im Moment keine wirklich befriedigende Antwort. Aus diesem Grund ist es zu empfehlen, die Angaben von wikipedia mit denen einer anderen Quelle abzugleichen

 

 

 

24.11.06 13:19


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